{"componentChunkName":"component---src-templates-qa-single-page-js","path":"/warehouse-deals/","result":{"data":{"site":{"siteMetadata":{"siteUrl":"https://logentis.de"}},"markdownRemark":{"id":"ca1a216d-9190-5881-b87c-972d1d686d5e","rawMarkdownBody":"Ein **Warehouse Deal** bezeichnet den **Wiederverkauf von Produkten durch einen (Online-)Händler,** die **nicht mehr als „Neuware“ klassifiziert** werden können, aber dennoch **voll funktionsfähig sind.** In der Regel handelt es sich dabei um **Kundenretouren, Vorführgeräte oder Waren,** deren **Originalverpackung** beim Transport oder im Lager **beschädigt wurde.**\n\nDer Begriff wurde maßgeblich durch den Online-Versandhändler Amazon geprägt, wird jedoch mittlerweile branchenübergreifend für ähnliche Abverkaufsmodelle von Rückläufern verwendet.\n\n## Kategorisierung und Zustand bei Warehouse Deals\n\nDa die Artikel bereits **ausgepackt oder kurzzeitig in Gebrauch waren,** durchlaufen sie einen **Prüfprozess.** Die Einstufung erfolgt meist in standardisierte Zustandskategorien:\n\n* **Wie neu:** Der Artikel ist technisch einwandfrei, die Verpackung kann jedoch Gebrauchsspuren aufweisen oder wurde ersetzt.\n* **Sehr gut:** Minimale optische Mängel (z. B. kleine Kratzer) sind möglich; das Zubehör ist vollständig.\n* **Gut:** Sichtbare Gebrauchsspuren oder kleinere kosmetische Beschädigungen; eventuell fehlen nicht-kritische Zubehörteile.\n* **Akzeptabel:** Deutliche Gebrauchsspuren, die Funktion ist jedoch weiterhin gegeben.\n\n## Logistische Aspekte und Kostenstrukturen von Warehouse Deals\n\nAus betriebswirtschaftlicher und logistischer Sicht sind Warehouse Deals ein Instrument des **Bestandsmanagements** und der **[Reverse Logistics (Rückwärtslogistik).](https://logentis.de/reverse-logistics-retourenlogistik/)** Die Entscheidung, einen Artikel als Warehouse Deal anzubieten, ist das Ergebnis einer komplexen Kosten-Nutzen-Rechnung.\n\n### Reverse Logistics (Rückführkosten)\n\nDie Rücksendung eines Artikels durch einen Kunden löst hohe Kosten aus. Dazu gehören:\n\n* **Transportkosten:** Porto für die Rücksendung.\n* **Handling:** Annahme, Identifikation und Zuordnung der Ware im Logistikzentrum.\n* **Sichtung und Prüfung**: Fachpersonal muss den Zustand prüfen, Daten löschen (bei Elektronik) und die Funktionsfähigkeit testen. Dieser Prozess ist personalintensiv und teuer.\n\n### Lager- und Opportunitätskosten bei Warehouse Deals\n\nEin retournierter Artikel, der nicht sofort wiederverkauft werden kann, blockiert wertvollen Lagerplatz. Da die Umschlagshäufigkeit bei Einzelstücken (Retouren) geringer ist als bei Palettenware, steigen die relativen Lagerkosten. Warehouse Deals dienen dazu, diese **[Kapitalbindung](https://logentis.de/kapitalbindung/)** schnellstmöglich aufzulösen.\n\n### Entsorgung vs. Wiederverkauf\n\nHändler stehen oft vor der Wahl: Wiederaufbereitung (Refurbishment), Rückführung an den Hersteller, Entsorgung oder Abverkauf als Warehouse Deal.\n\n* Die **Entsorgung** ist zwar logistisch oft am einfachsten, aber **ökologisch bedenklich** und ökonomisch ein **Totalverlust des Warenwerts.**\n* Der Warehouse Deal ermöglicht es, zumindest einen **Teil der ursprünglichen Marge zu retten** oder den **Verlust auf die reinen Prozesskosten zu begrenzen.**\n\n## Rechtliche und wirtschaftliche Einordnung des Warehouse Deals\n\nWirtschaftlich gesehen ist der Warehouse Deal für den Händler eine Form der **Schadensbegrenzung.** Durch den Preisnachlass wird ein Anreiz für Käufer geschaffen, die Mängel in Kauf zu nehmen.\n\nRechtlich gelten für den Käufer in der Regel dieselben Bedingungen wie beim Kauf von Neuware, insbesondere das gesetzliche **Widerrufsrecht.** Die Gewährleistungsfrist kann bei gebrauchten Gütern unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden. Das variiert bei Warehouse Deals jedoch je nach Händler (oft bleibt die volle Frist erhalten, um das Vertrauen zu stärken).\n\n## Vor- und Nachteile von Warehouse Deals für Händler\n\nFür Händler bieten Warehouse Deals vor allem den Vorteil, sogenannte **Lagerleichen effektiv zu reduzieren** und einen **Teil des gebundenen Kapitals zeitnah zurückzugewinnen.** Zudem kann das Unternehmen durch den **Wiederverkauf statt der Entsorgung von Retouren** sein **Image** in Bezug auf **Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stärken.** \n\nAuf der anderen Seite stehen jedoch **erhebliche Herausforderungen:** Der **manuelle Prüfaufwand** für jedes Einzelstück ist personell sehr intensiv, es besteht ein **Restrisiko für Fehlbewertungen des Warenzustands** und die **gesamte Logistikkette wird durch diese zusätzlichen, nicht-standardisierten Prozesse** deutlich **komplexer.**\\\n\\\nDas [Retourenmanagement](https://logentis.de/lagerverwaltung/netstorsys/retoure/) moderner Lagerverwaltungssoftware wie NETSTORSYS beschleunigt und erleichtert die effektive Bearbeitung von Retouren.\n\n## Vor- und Nachteile von Warehouse Deals für Käufer\n\nAus Sicht der Käufer liegt der primäre Vorteil in einem **spürbaren Preisvorteil gegenüber der Neuware** bei gleichzeitiger **Garantie der vollen technischen Funktionalität** und den gewohnt **schnellen Lieferzeiten.** \n\nDemgegenüber müssen Kunden jedoch bereit sein, **gewisse Kompromisse** einzugehen. Dazu gehört insbesondere das **Risiko optischer Mängel am Produkt** sowie die **Wahrscheinlichkeit, dass die Originalverpackung bereits beschädigt ist** oder durch eine **neutrale Umverpackung ersetzt** wurde. 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B. kleine Kratzer) sind möglich; das Zubehör ist vollständig.</li>\n<li><strong>Gut:</strong> Sichtbare Gebrauchsspuren oder kleinere kosmetische Beschädigungen; eventuell fehlen nicht-kritische Zubehörteile.</li>\n<li><strong>Akzeptabel:</strong> Deutliche Gebrauchsspuren, die Funktion ist jedoch weiterhin gegeben.</li>\n</ul>\n<h2>Logistische Aspekte und Kostenstrukturen von Warehouse Deals</h2>\n<p>Aus betriebswirtschaftlicher und logistischer Sicht sind Warehouse Deals ein Instrument des <strong>Bestandsmanagements</strong> und der <strong><a href=\"https://logentis.de/reverse-logistics-retourenlogistik/\">Reverse Logistics (Rückwärtslogistik).</a></strong> Die Entscheidung, einen Artikel als Warehouse Deal anzubieten, ist das Ergebnis einer komplexen Kosten-Nutzen-Rechnung.</p>\n<h3>Reverse Logistics (Rückführkosten)</h3>\n<p>Die Rücksendung eines Artikels durch einen Kunden löst hohe Kosten aus. Dazu gehören:</p>\n<ul>\n<li><strong>Transportkosten:</strong> Porto für die Rücksendung.</li>\n<li><strong>Handling:</strong> Annahme, Identifikation und Zuordnung der Ware im Logistikzentrum.</li>\n<li><strong>Sichtung und Prüfung</strong>: Fachpersonal muss den Zustand prüfen, Daten löschen (bei Elektronik) und die Funktionsfähigkeit testen. Dieser Prozess ist personalintensiv und teuer.</li>\n</ul>\n<h3>Lager- und Opportunitätskosten bei Warehouse Deals</h3>\n<p>Ein retournierter Artikel, der nicht sofort wiederverkauft werden kann, blockiert wertvollen Lagerplatz. Da die Umschlagshäufigkeit bei Einzelstücken (Retouren) geringer ist als bei Palettenware, steigen die relativen Lagerkosten. Warehouse Deals dienen dazu, diese <strong><a href=\"https://logentis.de/kapitalbindung/\">Kapitalbindung</a></strong> schnellstmöglich aufzulösen.</p>\n<h3>Entsorgung vs. Wiederverkauf</h3>\n<p>Händler stehen oft vor der Wahl: Wiederaufbereitung (Refurbishment), Rückführung an den Hersteller, Entsorgung oder Abverkauf als Warehouse Deal.</p>\n<ul>\n<li>Die <strong>Entsorgung</strong> ist zwar logistisch oft am einfachsten, aber <strong>ökologisch bedenklich</strong> und ökonomisch ein <strong>Totalverlust des Warenwerts.</strong></li>\n<li>Der Warehouse Deal ermöglicht es, zumindest einen <strong>Teil der ursprünglichen Marge zu retten</strong> oder den <strong>Verlust auf die reinen Prozesskosten zu begrenzen.</strong></li>\n</ul>\n<h2>Rechtliche und wirtschaftliche Einordnung des Warehouse Deals</h2>\n<p>Wirtschaftlich gesehen ist der Warehouse Deal für den Händler eine Form der <strong>Schadensbegrenzung.</strong> Durch den Preisnachlass wird ein Anreiz für Käufer geschaffen, die Mängel in Kauf zu nehmen.</p>\n<p>Rechtlich gelten für den Käufer in der Regel dieselben Bedingungen wie beim Kauf von Neuware, insbesondere das gesetzliche <strong>Widerrufsrecht.</strong> Die Gewährleistungsfrist kann bei gebrauchten Gütern unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden. Das variiert bei Warehouse Deals jedoch je nach Händler (oft bleibt die volle Frist erhalten, um das Vertrauen zu stärken).</p>\n<h2>Vor- und Nachteile von Warehouse Deals für Händler</h2>\n<p>Für Händler bieten Warehouse Deals vor allem den Vorteil, sogenannte <strong>Lagerleichen effektiv zu reduzieren</strong> und einen <strong>Teil des gebundenen Kapitals zeitnah zurückzugewinnen.</strong> Zudem kann das Unternehmen durch den <strong>Wiederverkauf statt der Entsorgung von Retouren</strong> sein <strong>Image</strong> in Bezug auf <strong>Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stärken.</strong></p>\n<p>Auf der anderen Seite stehen jedoch <strong>erhebliche Herausforderungen:</strong> Der <strong>manuelle Prüfaufwand</strong> für jedes Einzelstück ist personell sehr intensiv, es besteht ein <strong>Restrisiko für Fehlbewertungen des Warenzustands</strong> und die <strong>gesamte Logistikkette wird durch diese zusätzlichen, nicht-standardisierten Prozesse</strong> deutlich <strong>komplexer.</strong><br>\n<br>\nDas <a href=\"https://logentis.de/lagerverwaltung/netstorsys/retoure/\">Retourenmanagement</a> moderner Lagerverwaltungssoftware wie NETSTORSYS beschleunigt und erleichtert die effektive Bearbeitung von Retouren.</p>\n<h2>Vor- und Nachteile von Warehouse Deals für Käufer</h2>\n<p>Aus Sicht der Käufer liegt der primäre Vorteil in einem <strong>spürbaren Preisvorteil gegenüber der Neuware</strong> bei gleichzeitiger <strong>Garantie der vollen technischen Funktionalität</strong> und den gewohnt <strong>schnellen Lieferzeiten.</strong></p>\n<p>Demgegenüber müssen Kunden jedoch bereit sein, <strong>gewisse Kompromisse</strong> einzugehen. Dazu gehört insbesondere das <strong>Risiko optischer Mängel am Produkt</strong> sowie die <strong>Wahrscheinlichkeit, dass die Originalverpackung bereits beschädigt ist</strong> oder durch eine <strong>neutrale Umverpackung ersetzt</strong> wurde. Auch das <strong>Fehlen von nicht-kritischem Zubehör</strong> kann im Einzelfall eine Herausforderung darstellen.</p>","frontmatter":{"question":"Warehouse Deals","description":"Ein Warehouse Deal ist der Wiederverkauf von Produkten, die nicht mehr neuwertig, aber voll funktionsfähig sind, durch einen (Online-)Händler. Überblick, Vor- und Nachteile.","descriptionTwitter":"Ein Warehouse Deal ist der Wiederverkauf von Produkten, die nicht mehr neuwertig, aber voll funktionsfähig sind, durch einen (Online-)Händler. 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Um die <strong>Sicherheit bei Datenanfragen</strong> zu erhöhen, nutzt die Software nun eine korrekte Zeichenkodierung (URI-Encoding) für Anfragen innerhalb der NextUI.</p>\n<p>Auch die <strong>Funktionen für die Lagerlogistik und den Versand haben wir erweitert.</strong> Das NETSTORSYS-Team ermöglicht im GS1-Standard (einem weltweiten System für Barcodes) nun die <strong>Nutzung des Produktionsdatums. ZPL-Labels</strong> können über die API jetzt direkt <strong>als PDF-Dokument heruntergeladen</strong> werden. Zudem wurde die Möglichkeit hinzugefügt, <strong>DHL-Postnummern</strong> über <a href=\"https://logentis.de/dynamische-attribute/\">dynamische Eigenschaften</a> <strong>zu verarbeiten.</strong> </p>\n<p>Wir haben die Datenhandhabung im Wareneingangs-Modul (WE2) verbessert und dort die <strong>Zeit für den ersten Scan verkürzt.</strong> Für die mobile Arbeit überarbeitete unser Software-Team die <strong>Umlagerungsfunktion auf Handheld-Geräten</strong> und passte die <strong>Ansichten für größere Bildschirme</strong> an. Möglich ist nun das <strong>manuelle Sperren von Lagerplätzen</strong> direkt über die Oberfläche, angezeigt werden <strong>verbesserte Fehlermeldungen der Versandschnittstelle.</strong></p>\n<p>Im Bereich der <strong>Fehlerbehebung</strong> korrigierte das NETSTORSYS-Team die <strong>Mengenberechnung beim Export von Wareneingängen.</strong> Die Entwickler stellten sicher, dass die Software den <strong>Warenzustand (Condition) bei Umbuchungen</strong> sowie den <strong>Kontext der Warencharge (Lot)</strong> <strong>bei unangekündigten Positionen korrekt beibehält.</strong> Behoben worden sind zudem Probleme bei der <strong>automatischen Reservierung</strong> von Artikeln nach der Batch-Erstellung, der Zusammenfassung mehrerer Aufträge zur Kommissionierung. </p>\n<p>Auch die <strong>Druckerwarteschlangen</strong> wurden durch etwas längere Wartezeiten <strong>optimiert,</strong> um die Hardware zu entlasten, Fehler beim <strong>Versand mit unvollständigen Adressen</strong> optimiert. Sichergestellt ist außerdem, dass <strong>Schaltflächen</strong> im Versandmodul den <strong>Sendevorgang korrekt zurücksetzen und neu starten</strong> können.</p>\n<p>Alles zu <a href=\"https://logentis.de/lagerverwaltung/\">NETSTORSYS</a></p>","excerpt":"Grafik: Generiert mit KI NETSTORSYS enhanced: Version 2026.04.2 am Start Wir optimieren unser WMS NETSTORSYS laufend. Das NETSTORSYS-Team optimiert die Leistung der Lagerverwaltungs-Software mit den Releases 2026.04.2 und 2026.03.1. Unsere Entwickler haben veraltete Programmteile (Legacy-Code…","fields":{"slug":"/netstorsys-release-april-2026/"},"frontmatter":{"kurznews":false,"tags":["NETSTORSYS","News","Technologie"],"preview":"Die NETSTORSYS-Releases 2026.04.2 und 2026.03.1 verbessern die Performance. Das Team implementiert Systemeinstellungen in der NextUI, ermöglicht manuelle Lagerplatzsperren und optimiert den Etiketten-Download via API. 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Nach aktuellen Erhebungen der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg sowie Branchenberichten von Business Punk und Savills ergeben sich für 2025 folgende Eckdaten:</p>\n<ul>\n<li><strong>Gesamtzahl der Pakete (DE):</strong> In Deutschland wurden im Jahr 2025 rund 550 Millionen Retourenpakete verschickt – ein neuer Rekordwert (Vorjahr: 530 Mio.). <em>Quelle:</em> <a href=\"https://www.business-punk.com/business/die-dunkle-seite-von-black-friday-co-550-millionen-retouren-in-2025/\">Business Punk / Uni Bamberg</a></li>\n<li><strong>Retourenquote:</strong> Fast jedes vierte online bestellte Paket (ca. 25 %) geht in Deutschland zurück. In der Modebranche liegt die Quote oft sogar bei über 40 bis 50 %. <em>Quelle:</em> <a href=\"https://www.retourenforschung.de/newsarchiv.html\">Uni Bamberg</a></li>\n<li><strong>Globaler Warenwert:</strong> Weltweit wird der Wert der retournierten Waren für 2025 auf ca. 1 Billion US-Dollar geschätzt. <em>Quelle:</em> <a href=\"https://www.savills.de/insight-and-opinion/savills-news/377910/retouren-im-wert-von-1-billion-dollar-im-jahr-2025-erwartet\">Savills Deutschland</a></li>\n<li><strong>Kosten pro Retoure:</strong> Für Händler schlägt eine einzelne Rücksendung im Schnitt mit 5 bis 10 Euro zu Buche, bei komplexen Artikeln sogar bis zu 20 Euro. <em>Quelle:</em> <a href=\"https://www.ehi.org/presse/zwischen-retouren-und-rentabilitaet/\">EHI Retail Institute</a></li>\n</ul>\n<h2>Darum vernichten Unternehmen Retouren</h2>\n<p>Auch, wenn es nicht in das Nachhaltigkeitsbild von Unternehmen passt: Die Realität ist noch, dass <strong>Retouren aus verschiedenen Gründen vernichtet werden,</strong> statt sie wieder aufzubereiten und erneut zu günstigeren Preisen zu verkaufen. Statistischen Auswertungen zufolge (Stand 2025/2026) ist die Vernichtung von Retouren in Deutschland ein <strong>beständiges, wenn auch prozentual oft überschätztes Phänomen.</strong> </p>\n<p>In Deutschland werden laut der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg <strong>rund 3,9 % bis 4 % aller Retourenartikel direkt entsorgt oder vernichtet.</strong> Bei den <strong>für 2025 hochgerechneten 550 Millionen Retourenpaketen</strong> entspricht dies einer Menge von etwa <strong>20 Millionen Artikeln pro Jahr,</strong> die im Müll landen.</p>\n<p>Im Gegensatz dazu werden <strong>ca. 93 % der retournierten Waren</strong> als Neuware direkt oder über Outlets wieder in den Kreislauf gebracht, eine bereits beachtliche Wiederverkaufsquote.</p>\n<p><em>Quelle:</em> <a href=\"https://www.retourenforschung.de/info-neuer-rekord---2025-voraussichtlich-550-millionen-retourenpakete-in-deutschland.html\">Universität Bamberg – Retourentacho 2025</a> sowie das <a href=\"https://www.bundesumweltministerium.de/faqs/warenvernichtung\">Bundesumweltministerium (BMUKN)</a>.</p>\n<h2>Gründe für die Vernichtung von Retouren</h2>\n<p>Dass Waren vernichtet werden, liegt meist an rechtlichen und wirtschaftlichen Hürden, hat aber auch mit Unrentabilität aufgrund der geringen Qualität von Artikeln zu tun.</p>\n<h3>Defekte und Unverkäuflichkeit (ca. 50–60 %)</h3>\n<p>Mehr als die Hälfte der entsorgten Artikel sind schlichtweg kaputt, verschmutzt oder können aus hygienischen Gründen (z. B. Kosmetik, Unterwäsche) nicht wieder aufbereitet werden.</p>\n<h3>Steuerliche Barrieren (Umsatzsteuer)</h3>\n<p>Spenden sind für Unternehmen oft teurer als Vernichtung. Auf Sachspenden muss in Deutschland häufig Umsatzsteuer gezahlt werden, während die Entsorgung steuerlich als Verlust abgeschrieben werden kann.</p>\n<h3>Vorgaben von Markeninhabern</h3>\n<p>Rund 1 Million Artikel werden jährlich vernichtet, weil Luxusmarken oder Patentinhaber den Wiederverkauf als B-Ware untersagen, um ihr exklusives Markenimage zu schützen.</p>\n<h3>Wirtschaftliche Unrentabilität</h3>\n<p>Die Kosten für die manuelle Prüfung, Reinigung und Neuverpackung („Refurbishment“) übersteigen bei Billigartikeln (Fast Fashion) oft den Restwert des Produkts.</p>\n<p><em>Quelle:</em> <a href=\"https://idw-online.de/de/news724895\">idw / Studie Uni Bamberg zu Hintergründen der Entsorgung</a>.</p>\n<h2>ESPR: Die Ökodesign-Verordnung der EU</h2>\n<p>Die ESPR (Ecodesign for Sustainable Products Regulation) ist das neue Herzstück der EU-Kreislaufwirtschaft. Sie ersetzt die alte Ökodesign-Richtlinie und weitet die Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft massiv aus.</p>\n<h3>Kerninhalte der ESPR:</h3>\n<ol>\n<li><strong>Produkt-Nachhaltigkeit:</strong> Waren müssen so designt werden, dass sie langlebiger, reparierbarer und leichter recycelbar sind.</li>\n<li><strong>Vernichtungsverbot:</strong> Ab dem 19. Juli 2026 ist es großen Unternehmen verboten, unverkaufte Textilien und Schuhe zu vernichten.</li>\n<li><strong>Digitaler Produktpass (DPP):</strong> Produkte erhalten einen digitalen Ausweis, der Infos zu Herkunft, Materialien und Reparierbarkeit für Verbraucher und Recycler speichert.</li>\n<li><strong>Transparenzpflichten:</strong> Unternehmen müssen offenlegen, wie viele unverkaufte Produkte sie entsorgen und warum.</li>\n</ol>\n<h2>Was bedeutet die ESPR für Unternehmen?</h2>\n<p>Große Unternehmen müssen künftig nicht nur die Vernichtung von Textilien und Schuhen einstellen (Verbot ab Mitte 2026), sondern auch jährlich öffentlich darüber Bericht erstatten, wie viele Waren sie entsorgt haben und warum. Dies erhöht den Druck, Retouren durch bessere Beratung (KI-Größenberater) zu vermeiden oder effiziente Spendenwege zu finden. Die Herausforderungen betreffen verschiedene Aspekte:</p>\n<ul>\n<li><strong>Umdenken im Design:</strong> Produkte müssen \"Circular by Design\" sein. Das bedeutet höhere Entwicklungskosten, aber bessere Marktchancen.</li>\n<li><strong>Logistik-Druck:</strong> Retouren und Überhänge dürfen nicht mehr einfach entsorgt werden. Unternehmen müssen funktionierende Zweitmarkt-Strategien (Refurbished, Spenden, Second-Hand) aufbauen.</li>\n<li><strong>Datenmanagement:</strong> Der Digitale Produktpass zwingt Firmen dazu, ihre gesamte Lieferkette lückenlos digital abzubilden.</li>\n<li><strong>Sanktionsrisiko:</strong> Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Bußgelder und Verkaufsverbote auf dem EU-Markt.</li>\n</ul>\n<h2>Anforderung an die Intralogistik: Transparenz und optimales Retourenmanagement</h2>\n<p>Retouren sind damit spätestens ab Juli kein reines Logistikproblem mehr - gerade in Branchen wie Textilien, in denen beispielsweise Fast Fashion auf Kosten eines hohen Müllaufkommens und Ressourcenverbrauchs produziert und distribuiert werden. Sie werden zu einer Frage der Compliance und Kreislaufwirtschaft. Die gute Nachricht: Wer seine Lagerlogistik entsprechend digitalisiert und auf ein zügiges, komfortables Retourenmanagement ausrichtet, ist für die Anforderungen der ESPR gut aufgestellt und sorgt für ein gutes Image unter Kunden, denen Nachhaltigkeit wichtig ist.</p>\n<p>Unser Warehouse Management System NETSTORSYS verfügt über ein leistungsfähiges <a href=\"https://logentis.de/lagerverwaltung/netstorsys/retoure/\">Retourenmanagement,</a> das es ermöglicht, Warenrücksendungen fehlerfrei, zügig und kostensparend abzuwickeln. Die digitalisierte, genaue Bestandsführung schafft außerdem vollständige Transparenz im Lager und ermöglicht es, jederzeit Auskunft über den eigenen Warenbestand zu geben.</p>\n<p>Mit den zahlreichen Services der an unsere Multicarrier-Software NETVERSYS angebundenen Carrier lassen sich Sendungen wirtschaftlich bündeln und ökologisch klug versenden, beispielsweise über den DHL Service <a href=\"https://logentis.de/gogreen-plus-co2-fussabdruck-beim-versand-reduzieren/\">GoGreen Plus</a></p>\n<p><a href=\"https://logentis.de/kontakt/\">Lassen Sie sich von uns beraten</a></p>","excerpt":"Grafik: Generiert mit KI Neue EU-Ökodesign-Verordnung: Was das für Ihre Retouren bedeutet Für das Jahr 2025 (Rückblick/Prognose-Stand April 2026) haben sich im Bereich Retouren neue Höchstwerte in Deutschland und weltweit manifestiert. Nach aktuellen Erhebungen der Forschungsgruppe…","fields":{"slug":"/neue-eu-okodesign-verordnung-espr-und-retourenmanagement/"},"frontmatter":{"kurznews":false,"tags":["NETSTORSYS","NETVERSYS","News","Warehousing"],"preview":"Die Forschungsgruppe Retourenmanagement der Uni Bamberg hat rund 550 Millionen Retourenpakete in Deutschland für das Jahr 2025 ermittelt. Rekord! Mit der EU-Ökodesign-Verordnung ESPR soll ab 19. Juli 2026 Schluss sein mit der Vernichtung von Textilien und Schuhen. Was das für Unternehmen bedeutet. ","description":"Retourenrekord in Deutschland 2025 mit 550 Millionen Retourenpaketen. Was die ESPR verändern soll und welche Bedeutung Lagerlogistik dabei hat.","date":"21.04.2026","title":"Neue EU-Ökodesign-Verordnung: Was das für Ihre Retouren bedeutet","moreinfolink":null,"moreinfotext":"Retouren, ESPR und Unternehmenspflichten","featuredimage":{"childImageSharp":{"gatsbyImageData":{"layout":"constrained","backgroundColor":"#f8f8f8","images":{"fallback":{"src":"/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/1000a/gemini-retouren-750x650px.png","srcSet":"/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/30e66/gemini-retouren-750x650px.png 552w,\n/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/0db2a/gemini-retouren-750x650px.png 1104w,\n/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/1000a/gemini-retouren-750x650px.png 2208w","sizes":"(min-width: 2208px) 2208px, 100vw"},"sources":[{"srcSet":"/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/aab5a/gemini-retouren-750x650px.webp 552w,\n/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/4f3cf/gemini-retouren-750x650px.webp 1104w,\n/static/c35d21961e9e95a60321fe15a189208e/e9345/gemini-retouren-750x650px.webp 2208w","type":"image/webp","sizes":"(min-width: 2208px) 2208px, 100vw"}]},"width":2208,"height":1920.0000000000002}}},"authorFull":{"name":"Frank Muscheid","authorimage":{"childImageSharp":{"gatsbyImageData":{"layout":"constrained","backgroundColor":"#585868","images":{"fallback":{"src":"/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/f31ef/frank.png","srcSet":"/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/ebf64/frank.png 10w,\n/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/ca121/frank.png 20w,\n/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/f31ef/frank.png 40w,\n/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/1f8a1/frank.png 80w","sizes":"(min-width: 40px) 40px, 100vw"},"sources":[{"srcSet":"/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/bd5c1/frank.webp 10w,\n/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/264f2/frank.webp 20w,\n/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/e73fe/frank.webp 40w,\n/static/d59f40140b1ccb9549ff1550d448ec6f/61ca6/frank.webp 80w","type":"image/webp","sizes":"(min-width: 40px) 40px, 100vw"}]},"width":40,"height":40}}}}}}},{"node":{"id":"57c03e92-22ad-5d25-94d7-e957c83a1067","html":"<p><em>Eine gemeinsame Packstation “inboxx” von DPD und GLS.</em> <em><strong>Foto:</strong></em> <em>DPD Deutschland</em></p>\n<h1>DPD und GLS: Ziel sind 20.000 Out-of-Home-Punkte bis Ende 2027</h1>\n<p>Die Paketdienste DPD und GLS haben gemeinsam “inboxx” gelauncht, ein anbieteroffenes Netzwerk aus Paketstationen. Bis Ende 2027 soll laut einer Pressemitteilung von DPD ein Netzwerk aus 20.000 Out-of-Home-Punkten (OOH) für die Zustellung an Paketstationen und Paketshops entstehen.</p>\n<p>Mit diesen Ansatz, so DPD, solle die Abholung und Zustellung von Paketen für Kunden komfortabler werden – dort, wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind. Perspektivisch solle das Netzwerk auch anderen Paketdiensten und Retail-Partnern Zugang zu einer leistungsstarken Infrastruktur bieten.</p>\n<p>Die “letzte Meile” oder <a href=\"https://logentis.de/last-mile-delivery/\">“Last Mile Delivery”</a> gilt als logistisch und kostenmäßig komplexeste Herausforderung in der Paket-Lieferkette, um die Empfänger passgenau zu bedienen, Kosten zu senken, Liefergeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit zu erhöhen.</p>\n<p>Anspruch ist laut DPD, bis Ende 2027 eine der größten anbieteroffenen Out of Home-Netzwerke in Deutschland aufzubauen. Kunden sollen für Versand und Empfang auf bis zu 20.000 gemeinsam nutzbare OOH-Punkte zugreifen können, darunter bis zu 6.000 Paketstationen.</p>\n<h2>\"Ökosystem\" für komfortablen Versand und Empfang</h2>\n<p>“Mit inboxx schaffen wir ein Ökosystem, das unseren Service für alle Kunden noch komfortabler und flexibler macht. Pakete lassen sich damit so abholen und versenden, wie es für Versender und Empfänger am besten passt – auf Wunsch ist auch ein individuelles Design für Standortpartner möglich”, erklärt Michael Knaupe, Chief Customer Experience &#x26; Bussiness Development Officer bei DPD Deutschland.</p>\n<p>Jascha Waffender, Director Out of Home bei GLS Germany, ergänzt: „Mit inboxx etablieren wir ein Infrastrukturmodell im deutschen Paketmarkt, das offen im Zugang und konsequent aus Partnerperspektive gedacht ist. Wir schaffen ein neues OOH-Angebot mit hohen Standards – als Alternative zu herkömmlichen Insellösungen. Mit unserer neuen Marke geben wir unserem Netzwerk eine klare Identität.“</p>\n<p>Beide Partner verfügen bereits heute über rund 10.000 Paketshops, die zu einem erheblichen Teil von den Kunden beider Paketdienste genutzt werden können. Gleichzeitig wächst das gemeinsame Netzwerk an Paketstationen mit hoher Geschwindigkeit. Mit der gemeinsamen und eigenständigen Marke inbox solle Flexibilität, Komfort und Wiedererkennungswert im Alltag der Kunden sichtbar werden.</p>\n<h2>Marketingkampagne in Berlin</h2>\n<p>In Berlin startet dazu eine aufmerksamkeitsstarke Markenkampagne. Bis Ende März werden Motive auf großformatigen 18/1-Flächen sowie auf Infoscreens, Metroboards, Beamer-Ads und Flypostern im Stadtgebiet ausgespielt. Die Kampagne wird an zentralen Verkehrs- und City-Lagen sichtbar, unter anderem rund um große Umsteigepunkte des ÖPNV. Dort, wo urbane Mobilität auf Alltag trifft, positioniere sich inboxx als selbstverständlicher Bestandteil moderner Stadtlogistik, heißt es in der Pressemitteilung.</p>\n<p>Mehr Infos, auch für interessierte Standortpartner, gibt es sowohl unter <a href=\"http://www.dpd.de/inboxx\">www.dpd.de/inboxx</a> als auch unter <a href=\"http://www.gls-pakete.de/inboxx\">www.gls-pakete.de/inboxx</a></p>","excerpt":"Eine gemeinsame Packstation “inboxx” von DPD und GLS. Foto: DPD Deutschland DPD und GLS: Ziel sind 20.000 Out-of-Home-Punkte bis Ende 2027 Die Paketdienste DPD und GLS haben gemeinsam “inboxx” gelauncht, ein anbieteroffenes Netzwerk aus Paketstationen. Bis Ende 2027 soll laut einer Pressemitteilung…","fields":{"slug":"/dpd-gls-ziel-sind-20000-out-of-home-punkte-2027/"},"frontmatter":{"kurznews":false,"tags":["Versandlogistik","News"],"preview":"Die Paketdienste DPD und GLS haben gemeinsam “inboxx” gelauncht, ein anbieteroffenes Netzwerk aus Paketstationen. 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