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Out-of-Home wächst auch bei CTT Express rasant

Infografik: Generiert mit KI

Out-of-Home wächst auch bei CTT Express rasant

CTT Express, die E-Commerce-Logistikmarke der CTT-Gruppe für die Iberische Halbinsel, verzeichnete im ersten Halbjahr ein starkes Wachstum bei den Out-of-Home-Lieferungen (OOH), heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das Volumen der Zustellungen an Abholpunkte und Schließfächer um 64 Prozent auf insgesamt mehr als 4,8 Millionen Sendungen. 

Besonders dynamisch entwickelte sich dieser Bereich demnach in Spanien mit einem massiven Anstieg von 142 Prozent, während Portugal mit einem soliden Plus von 17 Prozent eine zunehmende Konsolidierung dieser Liefermethode aufweise. Laut Alfonso Pastor, Produktdirektor von CTT Express, hat sich das Netzwerk an Abholstationen von einer bloßen Alternative zu einer absolut kritischen Infrastruktur für den Online-Handel entwickelt. 

Dies liege vor allem an einem veränderten Konsumentenverhalten, so Pastor. Die Kunden fordern demnach mehr Komfort, Flexibilität und Kontrolle darüber, wann und wo sie ihre Pakete erhalten. Als Reaktion darauf hat CTT Express nach eigenen Angaben sein Netz auf der Iberischen Halbinsel auf mittlerweile über 20.000 Abholpunkte ausgebaut. 

Dieses Netzwerk bedient nicht nur klassische B2C-Lieferungen, sondern spielt auch im wachsenden Handel zwischen Privatpersonen (C2C) eine immer wichtigere Rolle. Zwar befindet sich Spanien mit über 30 Millionen Online-Käufern und einem E-Commerce-Wachstum von 14,6 Prozent im Jahr 2025 auf einem klaren Expansionskurs, dennoch werden dort aktuell noch immer 95 Prozent der Bestellungen an die Haustür geliefert. Das zeigt laut Pressemitteilung eine traditionelle Marktstruktur, andererseits aber auch das enorme künftige Wachstumspotenzial der OOH-Lieferungen auf der Iberischen Halbinsel.

Zur Original-Pressemitteilung

Einordnung der Zahlen in den europäischen OOH-Markt

Um die Leistung von CTT Express in einen europäischen Kontext einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die kontinentale Entwicklung und andere große Logistiker. 

Während die Out-of-Home-Lieferung in Spanien mit einem Anteil von rund 5 Prozent des Gesamtvolumens noch am Anfang steht, bevorzugen europaweit laut E-Commerce-Analysen bereits rund 44 bis 46 Prozent der regelmäßigen Online-Käufer die Zustellung an Schließfächer oder Paketshops. 

Der drastische Anstieg von 142 Prozent in Spanien zeigt somit, dass die Iberische Halbinsel diesen europaweiten Rückstand aktuell im Rekordtempo aufholt.

Vergleicht man die 4,8 Millionen OOH-Sendungen und 20.000 Abholpunkte von CTT Express mit den Vorreitern auf dem europäischen Markt, wird deutlich, in welchen Dimensionen etablierte Carrier bereits operieren:

  • InPost: Das polnische Unternehmen dominiert den europäischen Markt für Automatenstationen. InPost bewegt mittlerweile fast 1,5 Milliarden Pakete jährlich und betreibt europaweit über 88.000 Out-of-Home-Standorte – davon mehr als 53.000 vollautomatisierte Packstationen (Lockers) in Ländern wie Polen, Großbritannien, Frankreich und Italien. In Polen ist die Schließfachzustellung durch InPost längst die unangefochtene Standard-Liefermethode.
  • Geopost (inkl. DPD): Auch auf paneuropäischer Ebene treiben große Logistikriesen die Infrastruktur extrem voran. Geopost wickelte zuletzt weltweit 2,2 Milliarden Pakete ab und betreibt allein in Europa gut 140.000 Pickup-Punkte. Das Unternehmen verzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2025 ein erneutes Wachstum seiner Out-of-Home-Volumina um 26 Prozent.
  • DHL: In Deutschland ist die DHL Group beim Thema Lockers federführend. Sie unterhält aktuell ein Netz von mehr als 15.500 Packstationen und verfolgt das ambitionierte Ziel, dieses bis 2030 auf 30.000 Anlagen zu verdoppeln.
  • OOH-Gesamtvolumen 2025: Für das Gesamtjahr 2025 schätzen Branchenanalysten das europäische OOH-Volumen auf ca. 2,3 bis 2,5 Milliarden Sendungen, angetrieben durch ein starkes OOH-Wachstum von über 15–20 % pro Jahr. Die Zahl stammt aus dem Branchenreport „Out of Home Delivery in Europe“ (herausgegeben von Last Mile Experts / CEP Research in Kooperation mit ShippyPro).
  • Gesamtmarkt-Verhältnis: Der gesamte europäische KEP-Markt (Kurier-, Express- und Paketmarkt) umfasst laut Effigy Consulting rund 20,8 Milliarden Pakete. OOH macht davon aktuell etwa 10–11 % des gesamten Sendungsvolumens aus.
  • InPost als Ankerpunkt (2025): Der aktuelle Geschäftsbericht von InPost zeigt die enorme Marktkonzentration: 2024: ~1,1 Milliarden Pakete (InPost); 2025: 1,4 Milliarden Pakete (InPost Gruppe europaweit) InPost deckt somit im Alleingang weit über die Hälfte des gesamten europäischen OOH-Paketvolumens ab.

CTT Express kann also hinsichtlich des absoluten OOH-Sendungsvolumens noch nicht mit den Riesen wie InPost oder Geopost mithalten, die bereits Milliardenmengen abwickeln und zehntausende Schließfächer besitzen. 

Prozentual betrachtet befindet sich CTT Express jedoch in einer der aktuell am schnellsten wachsenden OOH-Regionen Europas.

Mit über 20.000 etablierten Abholpunkten schafft das Unternehmen für Spanien und Portugal aktuell genau jene kapillare Netzabdeckung, die als Voraussetzung gilt, um den teuren Haustür-Versand (letzte Meile) zunehmend auf effizientere, gesammelte Out-of-Home-Lieferungen umzustellen.

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