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Millioneninvestition: Hermes Germany rüstet mit neuer Hardware auf

Foto: Hermes Germany

Hermes investiert in ca. 36.700 neue Handscanner und 13.000 mobile Drucker

Der Paketdienstleister Hermes Germany investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung seiner digitalen Infrastruktur. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gab, umfasst die Hardware-Offensive rund 36.700 neue Handscanner sowie circa 13.000 mobile Drucker. Die Geräte sollen demnach sowohl auf der „Letzten Meile“ als auch an den Logistikstandorten und in den bundesweit über 17.000 Hermes PaketShops zum Einsatz kommen, um Arbeitsabläufe zu optimieren.

Sonderkonfiguration für den logistischen Alltag

Laut Angaben des Logistikers ist die Umstellung in den PaketShops bereits seit Ende März 2026 vollständig abgeschlossen. Seit April folge nun der sukzessive Rollout für die Zustellung und die Logistikzentren. 

Bei den neuen Handscannern handelt es sich um eine Sonderkonfiguration des Modells UROVO DT66. Nach Angaben von Hermes wurde das Gerät in engem Austausch mit den künftigen Anwendern an die spezifischen Bedarfe des Paketdienstes angepasst.

Zu den technischen Neuerungen gehört ein vergrößertes und besonders helles Display, das die Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung verbessern soll. Ein temperaturbeständiger Akku soll zudem die Laufzeit bei extremen Wetterbedingungen im Sommer sowie im Winter sichern.

Neben einer Hochleistungs-Scan-Engine zur schnelleren Datenerfassung verfüge die Hardware über moderne Mehrkern-Prozessoren und einen großen Arbeitsspeicher. Das soll laut Unternehmen eine langfristige Nutzbarkeit für zukünftige Softwareversionen gewährleisten.

Mobile Drucker: Fokus auf Abfallvermeidung

Flankiert wird der Hardware-Wechsel laut Hermes Germany durch neue mobile Drucker des Herstellers Bixolon, die aktuell an die Servicepartner gehen. Die spritzwassergeschützten Geräte werden laut Pressemitteilung direkt an der Haustür genutzt, um sendungsspezifische Informationen an die Kunden zu übermitteln.

Aus ökologischer Sicht hebt das Unternehmen hervor, dass der Druck auf selbstklebenden „Linerless-Etiketten“ erfolgt. Da diese ohne das übliche rückseitige Trägerpapier auskommen, werde Abfall direkt während der Zustelltour vermieden. Perspektivisch sei geplant, den Einsatzbereich der Drucker auf weitere Anwendungsfälle auszuweiten.

Mobile Drucker für Linerless-Etiketten. Foto: Hermes Germany

Foto: Hermes Germany

Einbindung in die hauseigene Software-Infrastruktur

Die neue Hardware wird in die bereits bestehenden digitalen Lösungen von Hermes integriert. Wie aus dem Unternehmensbericht hervorgeht, kommt in der Zustellung weiterhin die inhouse entwickelte Anwendung Routemaster zum Einsatz. Diese schlägt den Zustellern mittels Machine-Learning-Mechanismen eine optimale Stoppreihenfolge vor, welche auf Basis von Erfahrungswerten manuell angepasst werden kann.

Für die Routenführung nutzen die Fahrer das Navigationstool HERNAV (Hermes Navigation), das Echtzeit-Verkehrsdaten verarbeitet. Für die wachsende Elektroflotte des Unternehmens enthält das System zudem eine Funktion, die bei Bedarf die nächsten verfügbaren E-Ladepunkte auf der Route anzeigt.

Ziel der Investition: Abläufe vereinfachen

Dennis Kollmann, CEO von Hermes Germany, begründet den finanziellen Aufwand mit dem Ziel, Abläufe für Kunden und Mitarbeiter zu vereinfachen:

„Für uns stehen kundenfreundliche Services sowie einfache Abläufe für alle am logistischen Prozess Beteiligten an erster Stelle. Daher haben wir uns sehr bewusst für dieses hohe Invest im zweistelligen Millionenbereich entschieden. Mit den neuen Scannern und mobilen Druckern haben wir die Grundlage geschaffen, um im Laufe des Jahres sukzessive neue digitale Services zu implementieren, die den Paketempfang und -versand für unsere Kund*innen noch einfacher machen.“

Mit der neuen Hardware-Basis beabsichtigt Hermes Germany nach eigenen Angaben, das Fundament für den zukünftigen Ausbau des Serviceangebots rund um den Paketversand und -empfang zu legen.

Quelle: newsroom.hermesworld.com

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