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PAN-Daten-Pflicht für Retouren und Leitcodierung für DHL Kleinpaket

Grafik: Generiert mit KI

PAN-Daten-Pflicht für Retouren und Leitcodierung für DHL Kleinpaket 

Seit Januar 2025 ist für DHL Retouren die Übergabe von PAN-Daten erforderlich, auch für beigelegte Label. Die Übergangsfrist für die Umsetzung endet am 31.12.2026. Darauf weist die DHL Group hin. Vereinzelte Produkte und Services seien auf die Weitergabe von PAN-Daten angewiesen und könnten ohne diese Daten nicht gebucht werden, so das Logistikunternehmen. Es informiert außerdem darüber, dass seit 1. April die Leitcodierung beim DHL Kleinpaket abrechnungsrelevant ist. Bei Fehlern in den Adressangaben können damit auch beim DHL Kleinpaket Nachentgelte berechnet werden. 

Was sind PAN-Daten?

PAN-Daten (im Zusammenhang mit dem Paketversand) sind sendungsvorauseilende Daten (Produktionsdaten oder Sendungsdaten). Sie enthalten alle notwendigen Informationen über ein Paket und stellen diese bereit, bevor es physisch im Logistikzentrum eintrifft. Diese Daten dienen der automatisierten Abwicklung, Sortierung und Verfolgung von Sendungen und enthalten Angaben zu Absender und Empfänger, Sendungsnummer, gewählten Serviceleistung und verpflichtet das genaue Paketgewicht, das aus Gründen des Arbeitsschutzes seit 1. Januar 2025 korrekt in den PAN-Daten gekennzeichnet werden müssen.

PAN-Daten werden beim Erstellen des Paketscheins (Label) über das DHL-Geschäftskundenportal oder entsprechende API-Schnittstellen erzeugt. Technische Informationen können dem Pflichtenheft DHL Paket entnommen werden, das wie das EDI-Pflichtenheft im Bereich „Downloads“ des DHL Group Developer Portal zu finden ist.

Abrechnungsrelevante Leitcodierung für DHL Kleinpaket

Vertraglich eingeführt wurde die Leitcodierung für das DHL Kleinpaket bereits im Juli 2025, mit Wirkung zum 1.4.2026 sei dieser Service nun abrechnungsrelevant. Die Leitcodierung ermöglicht es, die Adressdaten der Kunden, wie bereits beim DHL Paket, vor Labelerstellung zu prüfen und bietet die Möglichkeit, die Adresse zu korrigieren. 

Die Codierung stellt sicher, dass der Routingcode bei korrekten Adressen in der Leitcodesequenz den entscheidenden validierten Straßenschlüssel enthält. Sortieranlagen bringen anhand des Leitcodes Sendungen auf den richtigen Weg. Abrechnungsrelevant bedeutet: Fehlerhafte Adressen verursachen einen erhöhten Bearbeitungsaufwand und können zu Nachentgelten führen. Darauf weist der Logistikdienstleister hin. 

Das aktuelle Produktschlüsseldatenbankextrakt (PDB) listet Produktschlüssel für leitcodierte und nicht leitcodierte DHL-Kleinpaket-Sendungen auf, die in der EDI-Nachricht übermittelt werden müssen. Alle Informationen zur Leitcodierung stehen im Produktpflichtenheft im Bereich „Downloads“ des DHL Group Developer-Portal zur Verfügung. DHL-Partner sollen die Leitcodierung in ihren Softwareprodukten bis spätestens 30.10.2026 implementiert haben und ihren Kunden zur Verfügung stellen.

Unsere Multicarrier-Versandsoftware NETVERSYS nutzt Webservices und damit standardmäßig die Leitcodierung. Das Versandsystem bietet außerdem Statistiken zu Fehlern in der Leitcodierung beispielsweise bei bestimmten Adressdaten und unterstützt so, Versandfehler zu minimieren und Nachentgelte zu vermeiden.

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