Funktionsprinzip und technische Merkmale von Thermodirekt
Das Thermodirekt-Druckverfahren ist eine Drucktechnologie, die ohne Farbbänder oder Tinte auskommt. Das Bild entsteht durch die gezielte Einwirkung von Hitze auf ein spezielles, thermosensitives Papier. Ein Thermodruckkopf mit vielen kleinen Heizelementen fährt über das Medium; dort, wo Hitze appliziert wird, findet eine chemische Reaktion statt, die das Papier schwarz färbt.
Heute ist dieses Verfahren in der Logistik allgegenwärtig, da es eine extrem schnelle und wartungsarme Möglichkeit bietet, Informationen wie Barcodes oder Adressdaten physisch auf Pakete oder Belege aufzubringen. Da außer dem Etikettenmaterial keine Verbrauchsmaterialien benötigt werden, ist der Druckeraufbau sehr kompakt und mechanisch einfach.
Einsatzgebiete und Vorteile des Druckverfahrens Thermodirekt
Das Hauptanwendungsgebiet des Thermodirekt-Drucks ist der Versandbereich. Versandetiketten (Shipping Labels), die meist nur eine begrenzte Lebensdauer haben müssen (vom Lager bis zum Endkunden), werden fast ausschließlich in diesem Verfahren gedruckt. Der größte Vorteil ist die Effizienz: Es müssen keine Farbbänder gewechselt werden. Das reduziert die Stillstandszeiten. Die Handhabung – besonders bei mobilen Druckern am Gürtel der Mitarbeiter – ist enorm vereinfacht. Die Druckgeschwindigkeit ist sehr hoch. Das ist bei tausenden Sendungen pro Stunde in automatisierten Sortieranlagen entscheidend. Zudem ist das Verfahren kostengünstig, da die Kosten für das Transferband entfallen.
Grenzen und Haltbarkeit beim Thermodirekt-Verfahren
Trotz der Vorteile hat das Thermodirekt-Verfahren systembedingte Grenzen. Da das Papier hitzeempfindlich bleibt, können die Ausdrucke bei direkter Sonneneinstrahlung, starker Hitze oder Kontakt mit bestimmten Chemikalien verblassen oder nachdunkeln. Auch mechanischer Abrieb kann die Lesbarkeit beeinträchtigen.
Heute wird dieses Verfahren daher nicht für die dauerhafte Kennzeichnung von Lagerplätzen oder für Waren eingesetzt, die über Jahre im Außenbereich lagern. Für den kurz- bis mittelfristigen Einsatz in der Logistikkette ist es jedoch aufgrund seiner Einfachheit und der geringen Betriebskosten die unangefochtene Nummer eins.



